„Unsere Lehrlinge sind die Fachkräfte von morgen. Deshalb müssen wir mehr für die Lehrlinge und die Lehrbetriebe tun.“

Das größte Problem für viele heimischen Unternehmen ist mittlerweile der Fachkräftemangel bei uns im Land. Gerade für heimische Klein- und Mittelbetriebe wird es immer schwieriger, ausreichend Fachkräfte zu finden. So geben bei einer Studie der Prüfungs- und Beratungsorganisation E&Y insgesamt 92 Prozent der befragten mittelständischen Unternehmen in Vorarlberg an, Probleme bei der Suche nach qualifiziertem Personal zu haben. In Vorarlberg ist der Anteil an Unternehmen, die unter dem Fachkräftemangel leiden, damit österreichweit am größten.

Bei uns im Land leistet speziell die Duale Berufsausbildung einen wesentlichen Beitrag, um den Fachkräftebedarf für unsere Betriebe bereitzustellen und den Standort Vorarlberg zu sichern. Klar ist: Unsere Lehrlinge sind die Facharbeiter von morgen. Wir brauchen deshalb wieder mehr Lehrlinge im Land und wir müssen mehr für die Lehrlinge und die Betriebe, die sie ausbilden, tun.

In Kenntnis des Fachkräftemangels, der sich alleine aufgrund der demographischen Entwicklung in den nächsten Jahren noch weiter verschärfen wird, muss die Politik bestrebt sein, die Rahmenbedingungen für die Lehrausbildung weiter zu attraktivieren.

Lehrlingsbeihilfe einführen.

Christof Bitschi will Lehrlinge aus einkommensschwächeren Familien mit einer Lehrlingsbeihilfe unterstützen. Ziel ist es, durch die Vergabe der Lehrlingsbeihilfe als Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten einen Anreiz zur Lehr- und damit Fachkräfteausbildung zu setzen. In anderen Bundesländern gibt es eine solche Förderung bereits. Vom Land Tirol etwa werden Lehrlinge in Höhe von 100,- Euro monatlich gefördert. Dieses Lehrlingsförderungsmodell will Christof Bitschi auch in Vorarlberg umsetzen.

Lehre nach Matura forcieren.

Wer eine Matura oder eine abgeschlossene Berufsausbildung hat, kann schneller einen Lehrberuf erlernen. Die Lehrzeit verkürzt sich um ein Jahr. Dieses Modell gilt es in Vorarlberg noch attraktiver zu gestalten und auch offensiver zu bewerben. Christof Bitschi ist überzeugt: Hier liegt ein großes Potenzial. Mit diesem Modell können viele dringend benötigte Fachkräfte in Vorarlberg ausgebildet werden.

Modell der Dualen Akademie in Vorarlberg vorantreiben.

Das Modell der Dualen Akademie ist eine Bildungsinnovation. Sie ebnet speziell für AHS-Maturanten, die nicht sofort ein Studium anstreben, aber auch für Studierende ohne Studienabschluss oder Berufsumsteiger neue Wege in eine erfolgreiche berufliche Zukunft. Christof Bitschi will dieses Modell auch rasch in Vorarlberg vorantreiben.  

„Meisterscheck“ schaffen.

Wir wissen, dass die fachliche Weiterentwicklung nach der Lehre in Richtung einer Meisterprüfung eine gute und wichtige Qualifikation ist, die Kosten dafür aber oft mehrere tausend Euro betragen. Diese Hürde zur Höherqualifizierung hin zum Meister oder Unternehmer will Christof Bitschi senken. Unsere tüchtigen jungen Fachkräfte sind eines der größten Assets unseres Landes. Wenn wir hier besser fördern, unterstützen wir das Können der Menschen und damit direkt die Qualität des Standortes.

Deshalb will Christof Bitschi und sein Team der Vorarlberger Freiheitlichen einen „Meister-Scheck“ schaffen. Konkret sollen die Kosten der Prüfungsgebühr für positiv absolvierte Meister- und Befähigungsprüfungen zu 100 Prozent übernommen werden. Die Förderung der teuren Vorbereitungskurse für Meister-, und Befähigungsprüfungen von derzeit bis zu einem Drittel der Kosten soll auf zwei Drittel erhöht werden.

Betriebe fördern, die Lehrlinge ausbilden.

Christof Bitschi will aber nicht nur die Lehrlinge besser unterstützen, sondern auch die klein- und mittelständischen Unternehmen, die Lehrlinge ausbilden, besser fördern.

Wir müssen heute feststellen, dass sich in den letzten Jahren immer mehr Betriebe, vor allem viele Klein- und Mittelbetriebe, von der Lehrlingsausbildung zurückziehen. Das zeigen die Zahlen ganz deutlich. Engagierten sich im Jahr 2011 noch 2.335 Betriebe in der Lehrlingsausbildung, waren es im Jahr 2017 nur mehr 1.874. Die Politik muss daher bestrebt sein, diesem Negativtrend entgegenzuwirken und durch die Schaffung eines zusätzlichen Fördermodells Anreize für Betriebe zu schaffen, damit diese wieder verstärkt bereit sind, die Ausbildung von Lehrlingen durchzuführen.

Christof Bitschi will die Unternehmen in Vorarlberg, die in ihren Betrieben Lehrstellen schaffen, wirksam unterstützen. Konzepte dafür, wie etwa eine Neufassung des bewährten „Blum-Bonus“, liegen fertig auf dem Tisch und können rasch umgesetzt werden.